Interlock Control

<< Click to Display Table of Contents >>

Navigation:  »No topics above this level«

Interlock Control

Neben dem "Öffnen" einer Sequence Zone für die Sequence Control, die im Wesentlichen dazu dient, die Bedingungen Schritt für Schritt zu überprüfen, können Sequence Zones auch für „Interlock Controls“ geöffnet werden. Die Funktion wird im Modell definiert, indem im BitControl – die Verknüpfung zwischen Schritt und Baugruppen-Bit – ein entsprechendes Zeichen gesetzt wird. Im SELMO Studio am System Layer wird dafür eine  „1“ eingetragen.

Die Interlock Control ist ein Grundkonzept und eine Grundfunktionalität in SELMO.
Sie wird sowohl im automatischen Ablauf als auch im manuellen Modus folgendermaßen durchgeführt:

1) Überwachung der Bewegung außerhalb der Sequenz. Beispiel: Die Antriebe befinden sich für den aktuellen Schritt in der falschen Position und lösen automatisch einen Fehler aus.

2) Ermöglichung eines einfachen Einstellens der Maschine im manuellen Modus, in welchem auf die Anzeige des Stellantriebs außerhalb der Position reagiert wird. Durch manuelles Tippen auf Step-Increment sucht der Anwender einen entsprechenden synchronen Schritt, in dem die Logik zur realen Maschine passt.

 

Es folgt die Beschreibung der Beziehung zwischen der „Sequence Zone“, dem „Sequence Check“, dem „Interlock Check“ und dem Prinzip der "Interlock-Check-Aktion". Der Check ist ein Operant im SELMO Tool.  

Um die korrekte Diagnose zu gewährleisten und um sicherzustellen, dass die Maschine in jedem Schritt neu sequenziert werden kann, ist es wichtig, dass das SELMO-Programm in jedem Schritt jede einzelne Position der Aktoren bzw. jedes Baugruppen-Bit überwacht.

Auch nach Schließung der Zone für die Sequence Checks müssen die relevanten Bedingungen der Sequence Zone weiter überwacht werden. Dies wird dadurch erreicht, dass die Zone für die Interlock Control geöffnet wird.

Nehmen Sie das folgende Beispiel einer einfachen neunstufigen „Schrittfolge“ zum Betätigen einer Klemme - vorausgesetzt, dass die Klemme in Schritt 2 eingeschaltet und in Schritt 7 ausgeschaltet wurde:

 

Step

Seq.-zone

Zylinder vor

Seq.-zone

Zylinder zurück

Seq.-zone Starttaste

Seq.-zone keine Starttaste

1

1

 

2

 

2

 

2

 

2

3

 

1

 

 

4

 

1

 

 

5

 

1

 

 

6

 

1

 

 

7

2

 

 

 

8

1

 

 

 

9

1

 

 

 

 

 

 

 

 

Tabelle 1: Beispiel der SELMO-Modellierung – Zusammenspiel
von 2 (Seq. Check) und 1 (Interlock Check)

 

Die Aktionen Zylinder vor und Zylinder zurück werden in zwei getrennten Sequenz Zones modelliert. Die Baugruppe besteht aus zwei Bits, von denen das eine für Zylinder hinten und das andere für Zylinder vorne steht. Um diese Baugruppe nun absolut zu überwachen, werden in SELMO die Baugruppen-Bits so überwacht, dass beide Bits sich nicht zeitgleich in beiden Positionen befinden können. Das wird als PairCheck definiert, denn für den Fall, dass beide Bits zur gleichen Zeit vorhanden sein sollten, muss von einem Fehler ausgegangen werden. Der Zylinder kann sich nicht gleichzeitig in beiden Positionen befinden. Zusatzinformation: SELMO überwacht und definiert bei einzelnen Bits stets beide Zustände. Für die Sequence Zone "Starttaste" wird genau definiert, wann diese gedrückt sein oder wieder frei werden muss. Dies gilt ebenso für Teilekontrollen und andere Zonen. Damit stellt SELMO eine absolute Definition der Software, die automatisch generiert wird, sicher.

Das Beispiel zeigt, dass die Sequence Zones Zylinder vor und Zylinder zurück (gesamte Baugruppe) für die Sequence Control Funktion (Operant 2) und die Interlock Control Funktion (Operant 1) „geöffnet“ sind. Dadurch wird der Status des Zylinders in jedem Schritt des Maschinenablaufs überwacht.

Wenn die Maschine in der Betriebsart "Automatik" ist und sich der Zylinder beispielsweise in Schritt 5 - einem Schritt, in dem die Automatik eingeschaltet sein sollte - löst, ist zu sehen, dass der Zylinder in der Sequence Zone für Verriegelungsprüfungen auf „zurück“ steht. Wenn in Schritt 5 die Verriegelungsprüfungen beim Auftreten von Sequence Zones, die keine Sequenzbewegungen enthalten, automatisch ausgelöst werden, wird die Betriebsart "Automatik" der Maschine zwangsläufig aufgehoben und der fehlerhafte Interlock-Fehler wird angezeigt. Dieser wird auch dann angezeigt, wenn der manuelle Modus ausgewählt wurde.

Der automatische Betrieb kann erst wieder aufgenommen werden, nachdem der Verriegelungsfehler behoben worden ist - also nachdem der Zylinder außerhalb der Position manuell in den EIN-Zustand zurückgesetzt worden ist.