Qualitätsbegriff

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Qualitätsbegriff

Führt man jedoch eine Validierung in Bezug auf die Dimensionen des Begriffes Softwarequalität nach ISO/IEC 9126-1 zurück, kann aus Kundensicht die Anforderung auf sechs Hauptkriterien zusammengefasst werden.

 

Hauptkriterien

Unterkriterien

Funktionalität (Functionality)

Tauglichkeit, Korrektheit, Interoperabilität, Übereinstimmung, Sicherheit

Zuverlässigkeit (Reliability)

Reife, Fehlertoleranz, Verfügbarkeit, Wiederherstellbarkeit,

Benutzbarkeit (Usability)

Verständlichkeit, Erlernbarkeit, Bedienbarkeit, Attraktivität

Effizienz (Efficiency)

Zeitverhalten, Ressourcenverbrauch

Wartbarkeit (Maintainability)

Analysierbarkeit, Änderbarkeit, Stabilität, Testbarkeit

Portabilität (Portability)

Anpassbarkeit, Installierbarkeit, Konformität, Austauschbarkeit, Kompatibilität

Tabelle 5‑1Qualitätskriterien nach ISO/IEC 9126 Part 1

 

 

Durch insgesamt 21 Unterkriterien wird die Bedeutung der Hauptkriterien präzisiert. Die ersten vier Kriterien sind für den Endnutzer der Anwendersoftware ausgesprochen wichtig. Die beiden letzteren Kriterien sind für den Softwareersteller bedeutend.

Die Funktionalität soll sicherstellen, dass die Anforderungen der Spezifikation erfüllt werden. Unter Zuverlässigkeit des Produkts Software versteht man ihre Fähigkeit, im Rahmen gewisser Randbedingungen ihre Aufgabe zu erfüllen. Gute Benutzbarkeit verlangt auf jeden Fall eine gut verständliche Software mit entsprechend nachvollziehbarer Methode. Damit ist diese leicht erlernbar und beherrschbar. Die Effizienz einer Lösung bezieht sich auf sämtliche Ressourcen, einschließlich der des Menschen, die für ihr Zusammenkommen und während des Betriebes notwendig sind. Eine gute Wartbarkeit setzt eine klare Diagnose bei auftretenden Fehlern, eine leichte Veränderung bei erkannten Fehlern und einen geringen Aufwand, um den Erfolg der Veränderung zu testen, voraus. Die Probabilität ist in der IEC 61131 als primäres Ziel verankert und soll einen Programmcode für eine neue Anwendung verwendbar machen.