Retrofit

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Retrofit

Retrofit bzw. Software für bereits konstruierte Maschine:

 

 

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Wenn die Eingangssignale und die Ausgangssignale schon definiert sind, dann werden die Eingänge in Funktionsgruppen zugeordnet. Die Funktionsgruppen für eine Anlage sind in der SELMO Struktur definiert.

 

Anlage gesamt: Da werden alle Eingänge zugeordnet, die für die gesamte Anlage relevant sind. Auf dieser Ebene finden die Betriebsarten und die Überwachungen von anlagenrelevanten Teilen statt. Als Beispiel sind hier meist „Anlage ein/aus, NotAus aktiv, Hauptsicherungen, Spannungsversorgung“ usw. gemeint. Diese Signale werden dem Anlagenteil zugeordnet. Eine Matrix von Bits, verwendet für die Anzeige und Auswertung in der Logik, wird zugeordnet. Wenn kein Bit in dieser Matrix gesetzt ist, ist der Anlagenteil in Ordnung.

 

Die Anlage besteht zudem aus einem bzw. mehreren Hardwarebereichen.

 

Der Hardwarebereich ist ein Bereich, der die Anlage in Unterbereiche teilt. Diesem Bereich sind zum Beispiel die Schutzbereiche, Zutrittssicherungen, bereichsbezogene Spannung Versorgungen usw. zugeordnet. Diese Signale werden dem Hardwarebereich zugeordnet. Eine Matrix von Bits, welche für die Anzeige und Auswertung in Logik verwendet wird, wird zugeordnet. Wenn kein Bit in dieser Matrix gesetzt ist, ist der Hardwarebereich in Ordnung und der Bereich kann der Betriebsart entsprechend betrieben werden.

 

Der Hardwarebereich besteht aus einer bzw. mehreren Stationen.

 

Stationen sind Einheiten die grundsätzlich von einer Schrittkette logisch gesteuert werden. Die Station hat eine Matrix aus Bits die stationsbezogenen Signale zugeordnet ist. Es gibt zweit Arten von Bits. Solche, die schrittunabhängig überwacht werden und solche, die schrittbezogen überwacht werden. Die schrittunabhängigen Bits sind etwa Leitungsschutzschaltersignale oder Luftüberwachungen. Diese werden direkt in der Matrix gesetzt und in der Schrittkette am Display zur Anzeige gebracht. Die schrittbezogenen Bits werden abhängig von Schritt und Handbedienung gesetzt und angezeigt.

 

So werden alle realen Eingänge in der Anlage den entsprechenden Funktionsbereichen zugeordnet. Jeder Funktionsbereich hat eine klare Funktion und reagiert auf die Bits, welche in der Matrix gesetzt sind.  

 

Ist in der Matrix der Anlage kein Bit gesetzt, steht das für „Alles ist ok“. Erst dann kann die untergeordnete Einheit funktionieren. Ist ein Bit gesetzt, wird dieses mit einem Klartext angezeigt und die Bedienoberfläche informiert den Bediener bitgenau.

 

Ist im Hardwarebereich kein Bit gesetzt, dann können die untergeordneten Stationen überhaupt funktionieren. Ist ein Bit gesetzt, wird dieses mit einem Klartext angezeigt und die Bedienoberfläche informiert den Bediener bitgenau.

 

Ist in der Station kein Bit gesetzt, dann wird das Bedienfenster blau angezeigt und es kann in den Automatikbetrieb gewechselt werden. Ist ein Bit durch ein schrittunabhängiges Bit gesetzt, dann kann keine manuelle Bewegung bzw. Aktion ausgeführt werden und es kann nicht in Automatikbetrieb gewechselt werden. Ist ein schrittbezogenes Bit gesetzt, dann kann über die Schritt-Inkrement Funktion ein passender Schritt gesucht werden - oder es werden über manuelle Aktionen die notwendigen Signale gestellt. In der Station werden die realen Signale verarbeitet, die für den logisch Ablauf notwendig sind.

 

SELMO verbindet auf dieser Ebene durch Zonen die Bits, die aus Baugruppen wie Zylindern, Tasten usw. bitorientiert gegeben sind, mit den definierten Schritten. Wenn Baugruppen benötigt werden, die auf HMI- Eingaben reagieren oder als analoge Wert vorliegen, dann werden diese von Treiberfunktionen diskretisiert. Damit ist gewährleistet, dass jedes Signal als Bit einer Zone definiert ist. Ein Zylinder beispielsweise hat zwei Signale. Diese werden zusätzlich als Paircheck geprüft, denn die beiden Signale dürfen nie gleichzeitig geschaltet sein. Ein einfaches Bit wie eine Taste wird immer auf den Status 0 und 1 geprüft – exakt daraufhin hin, wann diese 1 sein und wann diese 0 sein soll.